Nationalfeiertage und wichtige Volksfeste - Winter
Im Winter findet mit dem Neujahrsfest der wichtigste japanische Feiertag statt, dessen Umfang und Aufwand mit den westlichen Weihnachtsfeierlichkeiten vergleichbar sind.
Neujahr
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(© Yasufumi Nishi/JNTO)
Glockengeläut und Grußkarten - Der Jahreswechsel stellt den wichtigsten japanischen Feiertag dar. Dementsprechend wird er auch vorbereitet: Ein gründlicher Hausputz findet statt, das Festessen wird zubereitet und Häuser und Autos werden mit Kiefernzweigen, Bambus und Kranichen geschmückt.
Am Silvesterabend ist ein Essen im Familienkreis mit langen Nudeln aus Buchweizen (toshi-koshi soba) Tradition – sie sollen ein langes Leben bringen. Am gantan, dem Morgen des ersten Januar, besuchen viele Japaner einen Schrein. Der Jahreswechsel wird in Japan nicht wie in Deutschland optisch mit einem Feuerwerk, sondern akustisch deutlich gemacht: 108 Glockenschläge (joya no kane) läuten das neue Jahr ein. Der japanische Neujahrsgruß lautet „Akemashite omedetou gozaimasu".
Auch der 1. Januar wird üblicherweise in der Familie und mit einem Festessen begangen. Typisch sind und das in Lackschälchen servierte osechi ryori und die Neujahrssuppe, ozoni, mit dem speziellen Reiskuchen (omochi). Der Jahreswechsel ist eine der Hauptreisezeiten in Japan, da die meisten Firmen und Behörden vom 29. Dezember bis 3. Januar Betriebsferien haben. Für eine Berufsgruppe ist der 1. Januar aber wohl der arbeitsreichste Tag des Jahres: Die japanischen Postboten müssen Sonderschichten einlegen, um die Neujahrsgrüße (nengajo) auszutragen, die traditionell an sämtliche Bekannten verschickt werden. Ein beliebtes Motiv für diese Karten ist das neue Tierkreiszeichen für das kommende Jahr. Das Zeichen für 2012 ist der Drache. Außerdem verschenken die Erwachsenen an Kinder, Enkelkinder, Neffen und Nichten zu Neujahr Geld, das sogenannte otoshidama.
"Seijin no Hi" am 09.01.12
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(© Kinosaki)
Der Tag der Erwachsenen fand früher immer am 15. Januar statt, wurde aber 2000 in einen beweglichen Feiertag umgewandelt und fällt „Seijin no Hi" immer auf den zweiten Montag im Januar.
Im Mittelpunkt stehen an diesem Tag alle 20jährigen. Denn mit diesem Alter ist man in Japan volljährig und darf wählen und offiziell Alkohol trinken und rauchen. In vielen Gemeinden findet am Tag der Erwachsenen eine feierliche Zeremonie statt, zu der alle 20jährigen eingeladen werden. Für viele junge Frauen ist dieser Anlass eine der wenigen Gelegenheiten im Leben, zu der sie einen Kimono, furisode, tragen.
Setsubun am 03.02.
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(© Amagasaki City)
Zwar ist um den dritten Februar herum die kälteste Zeit des Jahres, dennoch beginnt an diesem Tag nach dem Mondkalender der Frühling. Dazu werden traditionell im und um das Haus geröstete Sojabohnen geworfen, und zwar mit möglichst viel Lärm. Fenster und Türen sind dabei geöffnet, damit dem Ruf „Fuku wa uchi, Oni wa soto" (Glück herein! Böse Gester heraus!) Folge geleistet werden kann. Anschließend isst man für jedes Lebensjahr eine Bohne. An vielen Schreinen übernehmen bekannte Persönlichkeiten, wie Sumoringer oder Politiker, die im Tierkreiszeichen des jeweiligen Jahres geboren wurden, das Bohnenwerfen.
Valentinstag am 14.02.
Entgegen westlichen Bräuchen verschenken in Japan am Valentinstag nur die Frauen Geschenke. Dabei handelt es sich üblicherweise um Schokolade. Allerdings wird diese Schokolade nicht nur an den Freund oder Ehemann verschenkt, sondern ebenso an männliche Bekannte und Arbeitskollegen. Bei diesen Valentins-geschenken wird dann zwischen Giri-choko, der Pflicht-schokolade für die Kollegen und die Männer im Freundeskreis, und der Honmei-choko, der Schokolade für den eigentlichen Partner, unterschieden. Je nach dem wie sehr eine Frau den zu Beschenkenden mag, fällt das Geschenk üppiger oder eben bescheidener aus. Einen Monat später, am 14.03., müssen sich die Männer dann beim so genannten „White Day" revanchieren.