Solidarität mit Japan
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(© photothek / Köhler)
"Wir trauern mit unseren japanischen Freunden, aber wir bewundern auch den Mut und die Tapferkeit, mit dem Japan den Schicksalsschlag bewältigen will", betonte Außenminister Westerwelle bei seinem Besuch in Tokio am 2. April. Japan sei ein sehr leistungsstarkes Land. Aber bei dieser noch nicht dagewesenen Katastrophe biete Deutschland seine Hilfe an, "da wo sie gebraucht wird".
In seinem Gespräch mit seinem japanischen Amtskollegen Matsumoto stand naturgemäß die Bewältigung der Folgen des schweren Erdbebens vor Japan im Mittelpunkt. Deutschland hat Japan in diesen schweren Stunden unterstützt und weitere Hilfe angeboten. Der japanische Außenminister bedankte sich für die "warmherzigen Botschaften" und die konkrete Hilfe aus Deutschland.
Unmittelbar nach der Katastrophe haben Mitarbeiter des deutschen Technischen Hilfswerks bei der Suche und Bergung von Opfern geholfen. Jetzt unterstützt Deutschland auf Initiative der deutschen Wirtschaft auch die Kühlung der Reaktoren durch Hochleistungspumpen. Nach Aussage von Außenminister Matsumoto spielen die deutschen Maschinen eine entscheidende Rolle bei der Bewältigung der Katastrophe.
| Nachdem eine Hochleistungspumpe aus Deutschland schon seit einiger Zeit die Kühlung der Reaktoren mit Wasser unterstützt, werden vier weitere Pumpen auf japanische Bitte aus Deutschland geliefert werden. Es handelt sich um sogenannte "Giraffen", die einen Einsatz über eine Distanz von 70 Metern ermöglichen. Neben der Kühlung mit Wasser können sie auch zur Zementverarbeitung eingesetzt werden. |
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Westerwelle begrüßte nachdrücklich, dass Japan in vollem Umfang für Transparenz sorge. Matsumoto kündigte an, die internationalen Gemeinschaft auch weiter offen über den Verlauf der Reaktorkatastrophe zu unterrichten.
Wirtschaftlicher Wiederaufbau
Wenn die unmittelbare Krise bewältigt worden sei, dann gehe es um den wirtschaftlichen Wiederaufbau. Auch da könne sich Japan auf Deutschland als Partner verlassen, so Westerwelle.
Dies betrifft vor allem auch den Wirtschaftsaustausch zwischen Japan und der EU: "Nach dieser schrecklichen Katastrophe sind Fortschritte beim Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Japan umso dringlicher geworden", unterstrich der Bundesaußenminister.
Neben den Folgen der Nuklearkatastrophe in Fukushima behandelten die Außenminister auch Fragen der Abrüstungs- und Nichtvebreitungspolitik sowie das gemeinsame Anliegen einer Reform des VN-Sicherheitsrates. In beiden Fragen wolle man auch in Zukunft besonders eng zusammenarbeiten.
Neben dem Gespräch mit dem japanischen Außenminister traf Außenminister Westerwelle in Tokio auch mit deutschen Wirtschaftsvertretern und anderen Deutschen, die weiter in Japan leben, zusammen.
Stand 03.04.2011